Wer an großen Seen, Baggerseen oder Talsperren auf Karpfen angelt, kommt mit einer normalen Freilaufrolle schnell an Grenzen. 100 m und mehr zu werfen und später sicher einzuholen, verlangt nach einer großen Spule mit langem Hub. Genau dafür ist die Big Pit Rolle gebaut. Der Name kommt aus England und bedeutet sinngemäß großer Baggersee.

Big Pit Rollen unterscheiden sich stark bei Gewicht, Übersetzung, Schnurfassung und Bremse. In diesem Big Pit Rolle Vergleich stellen wir dir sieben Weitwurfrollen von Shimano, Daiwa, DAM, NGT und Okuma vor. Eine davon hat einen Freilauf, die übrigen setzen auf eine schnell verstellbare Frontbremse.

Transparenzhinweis: Die Buttons und Produktlinks in diesem Beitrag sind Affiliate-Links zu Amazon. Als Amazon-Partner verdient Fangpilot an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich der Preis dadurch nicht. Wir haben die Big Pit Rollen nicht selbst im Praxistest gehabt. Alle technischen Daten stammen aus den Angaben der Hersteller und aus den Produktbeschreibungen der Händler (Stand: September 2026). Wo sich Angaben widersprechen oder fehlen, sagen wir dir das.

Big Pit Rolle Vergleich: die 7 Modelle auf einen Blick

ModellStärkeEckdaten laut Hersteller
1. Shimano Ultegra 14000 XSELeicht, 20 kg Bremskraft, große Spule585 g, 4,3:1, 103 cm, 550 m/0,35 mm
2. Daiwa 23 Emblem 45 SCW QD45 mm Spulenhub, Ersatzspule für Long Range620 g, 4,9:1, 104 cm, 300 m/0,35 mm, 15 kg
3. Daiwa 21 Crosscast 45 SCW 5000C QDGünstiger Einstieg in Daiwas 45er-Klasse640 g, 4,9:1, 104 cm, 300 m/0,35 mm, 15 kg
4. Shimano Baitrunner XT-B Longcast BigBig Pit mit FreilaufBig: 560 g, 290 m/0,35 mm, Schnureinzug 105 cm
5. DAM Quick 2 SLS 7000Kräftige Übersetzung, 16 kg Bremse628 g, 4,1:1, 94 cm, 340 m/0,40 mm
6. NGT XT-8000 Big Pit Quick DragBudget-Rolle mit großer Kapazität610 g, 4,4:1, 430 m/0,30 mm oder 315 m/0,35 mm
7. Okuma Custom Black CB-60Wormshaft-Getriebe, mit Ersatzspule570 g, 4,5:1, 101,6 cm, 12 kg

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Big Pit Rolle, Freilaufrolle oder Spodrolle?

Beim Karpfenangeln begegnen dir drei Rollentypen. Sie sehen sich ähnlich, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

RollentypMerkmalPasst zu
Big Pit RolleGroße, flache Spule, langer Hub, meist Quick Drag FrontbremseWeite Würfe mit Montage an großen Gewässern
FreilaufrolleZweite Bremse für den Biss, kleinere SpuleGrundangeln auf mittlere Distanz, Fluss, kleine Seen
SpodrolleSehr große Spule, oft höhere ÜbersetzungAnfüttern mit Futterrakete auf Distanz

Die Grenzen verschwimmen. Die Shimano Baitrunner XT-B Longcast ist zum Beispiel eine Big Pit Rolle mit Freilauf. Mehr zu Freilaufrollen findest du im Ratgeber Freilaufrolle fürs Karpfen- und Grundangeln. Für das Anfüttern auf Distanz gibt es unseren Spodrolle Vergleich.

Worauf du beim Kauf einer Big Pit Rolle achten solltest

Spulenhub und Schnurverlegung

Ein langer Spulenhub verteilt die Schnur über eine breitere Fläche. Beim Wurf muss die Schnur so weniger über die Spulenkante steigen, das reduziert die Reibung. Daiwa gibt bei Emblem und Crosscast 45 mm an. Dazu kommt die Art der Verlegung: Slow Cross Wrap bei Daiwa, Super Slow 5 oder Aero Wrap II bei Shimano, Wormshaft bei Okuma. Alle sollen die Schnur möglichst gleichmäßig und flach aufwickeln.

Schnurfassung

Die meisten Big Pit Rollen fassen 300 m und mehr mit 0,35 mm. Das reicht auch für weite Würfe mit Schlagschnur. Die Ultegra kommt auf 550 m/0,35 mm, die Emblem mit Ersatzspule auf 530 m. Viel Schnurfassung brauchst du vor allem, wenn du Fische auf großer Distanz drillst oder mit dem Boot ablegst.

Übersetzung und Schnureinzug

Die Übersetzung sagt, wie oft sich der Rotor pro Kurbelumdrehung dreht. Der Schnureinzug zeigt, wie viel Schnur du dabei aufnimmst. Eine Rolle mit 4,9:1 und 104 cm wie die Daiwa holt schneller ein. Eine mit 4,1:1 und 94 cm wie die DAM bringt mehr Kraft. Bei großen Spulen entscheidet der Spulendurchmesser mit, deshalb ist der Schnureinzug der bessere Vergleichswert.

Bremse

Big Pit Rollen haben fast immer eine Frontbremse. Viele davon sind Quick Drag Bremsen, die sich mit weniger als einer Umdrehung von offen auf zu stellen lassen. Das ersetzt für viele Angler den Freilauf. Die maximale Bremskraft reicht in diesem Vergleich von 12 kg bei Okuma bis 20 kg bei Shimano. Im Drill nutzt du davon nur einen kleinen Teil, aber Reserven schaden nicht.

Gewicht

Big Pit Rollen sind schwer. Zwischen 560 und 640 g liegt die Spanne hier. Zu einer 12 oder 13 Fuß Karpfenrute passt eine große Rolle in der Regel gut. Mehr dazu liest du im Ratgeber Karpfenrute richtig auswählen.

Ersatzspule und Zubehör

Eine zweite Spule ist bei Big Pit Rollen sehr praktisch. Du kannst Monofil und Geflecht vorbereiten oder eine tiefe Spule für extreme Distanzen nutzen. Emblem und Okuma liefern eine Ersatzspule mit, Shimano legt bei der Baitrunner einen Line Reducer bei.

Die 7 Big Pit Rollen im Detail

Hier findest du jede Rolle mit den wichtigsten Daten laut Hersteller oder Händler. Dazu sagen wir dir, für wen sie gut passt und wo du genauer hinschauen solltest.

1. Shimano Ultegra 14000 XSE

Die Ultegra XSE ist bei Shimano in der Kategorie Big Pit und Surf eingeordnet. Sie ist also sowohl für Karpfenangler an großen Seen als auch für Brandungsangler gedacht. Mit 585 g ist sie die leichteste Frontbremsrolle in diesem Vergleich, obwohl die Spule 550 m Monofil mit 0,35 mm fasst.

Technisch bringt sie viel mit, was Shimano sonst in höheren Klassen verbaut: HAGANE-Getriebe, X-Ship, Infinity Drive und ein Gehäuse aus CI4+. Die Super Slow 5 Oszillation soll die Schnur besonders gleichmäßig verlegen, was beim Wurf Reibung spart.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht: 585 g
  • Übersetzung: 4,3:1, Schnureinzug 103 cm pro Kurbelumdrehung
  • Schnurfassung Mono: 550 m/0,35 mm, 400 m/0,40 mm, 300 m/0,45 mm
  • Maximale Bremskraft: 20 kg
  • Kugellager: 4 + 1
  • HAGANE-Getriebe, X-Ship, Infinity Drive, CI4+ Gehäuse, AR-C Spule
  • Beidhändig, Kurbellänge 90 mm

Passt gut, wenn du eine leichte Big Pit Rolle mit viel Schnurfassung und hohen Bremsreserven suchst.

Weniger passend, wenn du die Daten direkt im Amazon-Listing vergleichen willst. Dort fehlen sie fast komplett.

Hinweis: Das Amazon-Listing enthält kaum technische Daten und nennt als Material Kunststoff. Die Werte oben stammen von der Shimano-Herstellerseite. Das Listing-Gewicht von 2,35 Pfund bezieht sich vermutlich auf die Verpackung.

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2. Daiwa 23 Emblem 45 SCW QD

Die Daiwa 23 Emblem hat einen Spulenhub von 45 mm. Zusammen mit der Slow Cross Wrap Schnurverlegung und der Longcast-Spule soll das laut Daiwa für sehr weite Würfe sorgen. Der Rotor besteht aus Zaion V, das Getriebe ist das Digigear II.

Praktisch ist die zweite Spule. Neben der flachen Weitwurfspule liegt eine tiefe Ersatzspule mit 530 m/0,35 mm bei. So kannst du dieselbe Rolle auch für extreme Distanzen oder schwere Schnüre nutzen.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht: 620 g
  • Übersetzung: 4,9:1, Schnureinzug 104 cm
  • Schnurfassung Hauptspule: 300 m/0,35 mm, Ersatzspule 530 m/0,35 mm
  • Maximale Bremskraft: 15 kg, QDM Frontbremse
  • Kugellager: 6
  • 45 mm Spulenhub, Slow Cross Wrap, Zaion V Rotor, Digigear II
  • Manueller Bügelumschlag, gefräste Aluminiumkurbel

Passt gut, wenn du viel Wert auf Wurfweite legst und eine Rolle für normale und sehr große Distanzen willst.

Weniger passend, wenn du jedes Gramm sparen willst. Die Ultegra ist rund 35 g leichter.

Hinweis: Das Datenblatt nennt ein Artikelgewicht von 1001 g. Laut Daiwa wiegt die Rolle selbst 620 g, der Rest dürfte auf Ersatzspule und Verpackung entfallen.

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3. Daiwa 21 Crosscast 45 SCW 5000C QD

Die Crosscast ist die günstigere Schwester der Emblem. Auch sie hat 45 mm Spulenhub und die Slow Cross Wrap Verlegung. Übersetzung, Schnureinzug, Schnurfassung und Bremskraft liegen auf demselben Niveau wie bei der Emblem.

Die Unterschiede liegen im Detail. Die Crosscast hat 3 Kugellager statt 6 und wiegt mit 640 g etwas mehr. Die Variante 5000LD hat laut Listing dieselben Daten wie die 5000C.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht: 640 g
  • Übersetzung: 4,9:1, Schnureinzug 104 cm
  • Schnurfassung: 300 m/0,35 mm
  • Maximale Bremskraft: 15 kg, Quick Drag
  • Kugellager: 3
  • 45 mm Spulenhub, Slow Cross Wrap
  • Beidhändig

Passt gut, wenn du Daiwas Weitwurftechnik zu einem niedrigeren Preis suchst und drei Rollen auf einmal kaufst.

Weniger passend, wenn du eine Ersatzspule erwartest. Die ist im Listing nicht aufgeführt.

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4. Shimano Baitrunner XT-B Longcast Big

Nicht jeder Karpfenangler will auf den Freilauf verzichten. Die Baitrunner XT-B Longcast verbindet eine Weitwurfspule mit dem bekannten Baitrunner-System von Shimano. Bei einem Biss läuft die Schnur mit einstellbarem Widerstand von der Spule, ohne dass du an der Hauptbremse drehen musst.

Die Schnurverlegung Aero Wrap II mit Slow Oscillation soll für weite und präzise Würfe sorgen. Ein Line Reducer liegt bei, mit dem du die Spule auf dünnere Schnüre anpasst. Wann Freilauf sinnvoll ist, erklärt unser Ratgeber Freilaufrolle fürs Karpfen- und Grundangeln.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht Big: 560 g
  • Schnurfassung Big: 290 m/0,35 mm
  • Schnureinzug: 105 cm pro Kurbelumdrehung
  • Kugellager: 4 Edelstahl plus 1 Walzenlager
  • Baitrunner Freilaufsystem
  • AR-C Spule, Aero Wrap II, X-Ship
  • Aluminiumkurbel, Line Reducer im Lieferumfang

Passt gut, wenn du weite Würfe willst, aber ungern ohne Freilauf fischst.

Weniger passend, wenn du das Prinzip Frontbremse plus Quick Drag bevorzugst. Dann passen die Emblem oder Crosscast besser.

Hinweis: Das Listing ist widersprüchlich. Das Datenblatt nennt eine Übersetzung von 4,6:1, die Variantentabelle für die Big 5,3:1 und für die Medium 4,6:1. Auch das höhere Gewicht der Medium mit 720 g wirkt vertauscht. Prüf die ausgewählte Variante auf der Shimano-Seite.

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5. DAM Quick 2 SLS 7000

DAM setzt bei der Quick 2 SLS auf eine eher langsame Übersetzung von 4,1:1. Das bringt mehr Kraft beim Einholen schwerer Montagen und im Drill, dafür holst du pro Umdrehung nur 94 cm ein. Die maximale Bremskraft liegt bei 16 kg.

Die Spule ist doppelt eloxiert, Gehäuse und Rotor bestehen aus Graphit. DAM schmiert das Getriebe mit dem firmeneigenen Dura Grease. Die Rolle gibt es als 7000 und als 8000, die sich vor allem in der Schnurfassung unterscheiden.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht: 628 g (8000: 637 g)
  • Übersetzung: 4,1:1, Schnureinzug 94 cm
  • Schnurfassung 7000: 340 m/0,40 mm, 8000: 330 m/0,45 mm
  • Maximale Bremskraft: 16 kg
  • Kugellager: 5 + 1 aus Stahl
  • Feste Getriebekonstruktion, HD-Bügel, CNC-Kurbelarm

Passt gut, wenn du viel mit schweren Bleien und dicker Schnur fischst und Kraft wichtiger findest als Einholtempo.

Weniger passend, wenn du oft schnell einholen und neu werfen willst. 94 cm pro Umdrehung sind hier der niedrigste Wert.

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6. NGT XT-8000 Big Pit Quick Drag

Die NGT XT-8000 ist eine günstige Big Pit Rolle mit Schnellbremse. Über den übergroßen Bremsknopf stellst du die Bremse schnell nach. Das ist praktisch, wenn du beim Ansitz mit leichter Bremse fischst.

Die Aluminiumspule fasst 315 m mit 0,35 mm. Zwei Schnurclips aus Metall helfen beim Fixieren der Wurfdistanz. Die Rolle ist für Links- und Rechtshänder umbaubar.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht: 610 g
  • Übersetzung: 4,4:1
  • Schnurfassung: 430 m/0,30 mm, 315 m/0,35 mm
  • Kugellager: 5 + 1
  • Quick Drag Frontbremse, übergroßer Bremsknopf
  • Aluminiumspule, zwei Schnurclips aus Metall
  • Gehäuse und Rotor aus Nylon

Passt gut, wenn du drei Rollen für den Einstieg brauchst und das Budget knapp ist.

Weniger passend, wenn du Bremskraft und Schnureinzug vergleichen willst. Beides nennt NGT nicht.

Hinweis: In der Beschreibung steht einmal Spulengewicht 610 g und einmal „60 kg 10 g“. Gemeint ist offensichtlich das Rollengewicht von 610 g.

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7. Okuma Custom Black CB-60

Die Okuma Custom Black ist eine robuste Großfischrolle, die sich für Karpfen und laut Titel auch für Waller eignet. Ein Wormshaft-Getriebe sorgt für eine langsame, gleichmäßige Schnurverlegung. Die Spule aus eloxiertem Aluminium hat ein Schnurkontrollsystem, das beim Werfen helfen soll.

Eine Ersatzspule gehört zum Lieferumfang. Die größere CB-80 hat eine Übersetzung von 3,8:1, wiegt 694 g und fasst 430 m/0,35 mm. Damit geht sie schon Richtung schwere Welsrolle.

Eckdaten laut Herstellerangabe:

  • Gewicht CB-60: 570 g
  • Übersetzung: 4,5:1, Schnureinzug 101,6 cm
  • Schnurfassung CB-60: 270 bis 310 m/0,35 mm (siehe Hinweis)
  • Maximale Bremskraft: 12 kg
  • Wormshaft-Getriebe, Hydro Block System
  • Aluminiumspule und Aluminiumkurbel, Ersatzspule inklusive

Passt gut, wenn du eine solide, leichte Frontbremsrolle mit Ersatzspule für Karpfen und größere Fische suchst.

Weniger passend, wenn du auf maximale Wurfweite aus bist. Einen langen Spulenhub wie bei Daiwa nennt Okuma nicht.

Hinweis: Die Stichpunkte nennen 4 Kugellager und 310 m/0,35 mm, die Beschreibungstabelle 3 + 1 Lager und 270 m/0,35 mm für die CB-60.

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Die Rollen im direkten Datenvergleich

ModellGewichtÜbersetzungSchnurfassungBremskraft
Shimano Ultegra 14000 XSE585 g4,3:1550 m/0,35 mm20 kg
Daiwa 23 Emblem 45 SCW620 g4,9:1300 m/0,35 mm15 kg
Daiwa 21 Crosscast 45 SCW640 g4,9:1300 m/0,35 mm15 kg
Shimano Baitrunner XT-B LC Big560 gwidersprüchlich290 m/0,35 mmnennt das Listing nicht
DAM Quick 2 SLS 7000628 g4,1:1340 m/0,40 mm16 kg
NGT XT-8000610 g4,4:1315 m/0,35 mmnennt NGT nicht
Okuma Custom Black CB-60570 g4,5:1270 bis 310 m/0,35 mm12 kg

So bespulst du deine Big Pit Rolle richtig

  1. Unterfütterung einplanen. Große Spulen fassen oft mehr Schnur, als du brauchst. Eine Lage alte Schnur oder Backing darunter spart Geld und sorgt für die richtige Füllhöhe.
  2. Unter Spannung aufspulen. Die Schnur muss straff und gleichmäßig auf die Spule. Locker aufgespulte Schnur gräbt sich im Drill ein. Ein Schnurspulgerät macht das einfacher.
  3. Füllhöhe prüfen. Die Schnur sollte etwa 1 bis 2 mm unter der Spulenkante enden. Zu voll führt zu Perücken, zu leer kostet Wurfweite.
  4. Schlagschnur verwenden. Bei kräftigen Würfen mit schweren Bleien schützt eine Schlagschnur die Hauptschnur. Welche Schnur wofür passt, erklärt der Ratgeber Angelschnur richtig auswählen.
  5. Distanz im Clip fixieren. Hast du deinen Spot gefunden, klemm die Schnur in den Schnurclip. So landet jeder Wurf wieder an derselben Stelle.

Frontbremse mit Quick Drag oder Freilauf?

Diese Frage spaltet die Karpfenszene. Viele Big Pit Angler fischen mit leicht geöffneter Quick Drag Bremse. Beim Biss läuft der Fisch gegen einen geringen Widerstand ab, du ziehst die Bremse mit einem kurzen Dreh zu und drillst.

Mit Freilauf wie bei der Baitrunner stellst du den Ablaufwiderstand separat ein. Beim Biss kurbelst du einmal und die Hauptbremse übernimmt. Das ist bequem, gerade in der Nacht. Die Rolle wird dadurch aber etwas komplexer. Welche Variante dir liegt, ist oft Gewohnheit. Beide funktionieren zuverlässig, wenn Rute, Bissanzeiger und Bremseinstellung zusammenpassen.

Typische Fehler beim Kauf einer Big Pit Rolle

  • Zu kleine Rute gewählt. Eine Big Pit Rolle an einer leichten 10 Fuß Rute wirkt kopflastig und wirft nicht besser.
  • Spule überfüllt. Zu viel Schnur ist die häufigste Ursache für Perücken beim Weitwurf.
  • Nur auf Kugellager geachtet. Mehr Lager bedeuten nicht automatisch eine bessere Rolle. Getriebe, Spule und Verlegung sind wichtiger.
  • Unterschiedliche Rollen gemischt. Wer drei Ruten fischt, sollte drei gleiche Rollen nehmen. Sonst stimmen Bremsgefühl und Einzug nicht überein.
  • Pflege vergessen. Sand und Feuchtigkeit setzen Bügel und Getriebe zu. Ein Tropfen Öl an den richtigen Stellen verlängert die Lebensdauer deutlich.

Passende Fangpilot-Ratgeber fürs Karpfenangeln auf Distanz

Häufige Fragen zur Big Pit Rolle

Was ist eine Big Pit Rolle?

Eine große Stationärrolle mit flacher, breiter Spule und langem Spulenhub. Sie ist für weite Würfe an großen Gewässern gebaut und hat meist eine schnell verstellbare Frontbremse.

Welche Größe brauche ich?

Die Bezeichnungen sind je nach Hersteller unterschiedlich. Bei Shimano sind es meist 10000 bis 14000, bei Daiwa 45 oder 5000, bei DAM und NGT 7000 bis 8000. Vergleich lieber die Schnurfassung, etwa 300 m/0,35 mm.

Brauche ich an einer Big Pit Rolle einen Freilauf?

Nein. Viele Angler nutzen stattdessen eine Quick Drag Bremse, die leicht geöffnet wird. Wer Freilauf gewohnt ist, findet mit der Baitrunner XT-B Longcast eine Big Pit Rolle mit Freilauf.

Passt eine Big Pit Rolle an jede Karpfenrute?

Am besten passt sie an Ruten ab 12 Fuß. An kurzen, leichten Ruten wirkt die Kombination unausgewogen. Prüf auch, ob der Rollenhalter den großen Fuß aufnimmt.

Kann ich eine Big Pit Rolle auch zum Brandungsangeln nutzen?

Viele Modelle ja. Shimano ordnet die Ultegra XSE ausdrücklich für Big Pit und Surf ein. Spül die Rolle nach dem Einsatz im Salzwasser immer gründlich ab.

Fazit: Welche Big Pit Rolle passt zu dir?

Die passende Rolle hängt davon ab, wie weit du wirfst, wie viel du trägst und ob du Freilauf willst. Unsere Einordnung nach Einsatzzweck:

  • Leicht mit großen Reserven: Shimano Ultegra 14000 XSE
  • Weitwurf mit Ersatzspule: Daiwa 23 Emblem 45 SCW QD
  • Daiwa-Technik zum kleineren Preis: Daiwa 21 Crosscast 45 SCW
  • Big Pit mit Freilauf: Shimano Baitrunner XT-B Longcast
  • Kraftvoll für schwere Montagen: DAM Quick 2 SLS
  • Günstiger Einstieg: NGT XT-8000
  • Robust mit Ersatzspule: Okuma Custom Black CB-60

Kauf deine Rollen am besten gleich im Dreierpack, damit alle Ruten gleich ausgestattet sind. Und nimm dir Zeit fürs Bespulen. Eine gut gefüllte Spule bringt mehr Wurfweite als jedes zusätzliche Kugellager.

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So ist dieser Vergleich entstanden: Wir haben die Modelle anhand der öffentlich verfügbaren Hersteller- und Händlerangaben ausgewählt und eingeordnet. Einen eigenen Praxistest haben wir nicht durchgeführt. Technische Daten, Lieferumfang und Preise können sich ändern. Prüf vor dem Kauf immer die aktuelle Produktbeschreibung.


„Mitzumachen gibt mir das Gefühl, nützlich für den Planeten zu sein.“